Kultusministerium weist die heutigen Vorwürfe des Philologenverbandes als irreführend und falsch zurück

Das Kultusministerium weist die heutigen Vorwürfe des Philologenverbandes zurück. „Hier wird leider mit Zahlen und Behauptungen operiert, die im Kultusministerium nicht nachvollzogen werden können“, erklärte ein Sprecher.

Folgende Behauptungen sind irreführend und falsch:

1. Die Schülerzahl an den Gymnasien ist nicht gestiegen, sondern sie geht durch das Auslaufen des alten G9 stark zurück. Die Lehrerberichte vom Juli 2012 haben ergeben, dass an Gymnasien im Schuljahr 2012/13 rund 23.000 Schülerinnen und Schüler weniger unterrichtet werden als im Vorjahr. In den Schülerrückgang ist die geringe Zunahme bei den Anmeldezahlen in den fünften Klassen bereits eingerechnet.

2. An den Gymnasien werden, wie heute auch dargestellt, ohne Abordnungen an Realschulen und berufliche Schulen 480 Lehrerinnen und Lehrer neu eingestellt. Die Angabe des Verbandes von 380 Einstellungen ist falsch.

3. Das Ministerium schichtet in diesem Schuljahr nicht 130 Stellen von Gymnasien an Gemeinschaftsschulen um. Der Philologenverband verwechselt dies offenbar mit Stellen, die im Haushalt 2012 als rechnerischer Ressourcengewinn aus dem Auslaufen von G9 gestrichen wurden. Insgesamt entstand aber kein echter Verlust, da die Zahl der kw-Vermerke (künftig wegfallend) entsprechend gekürzt wurde.

4. Die Behauptung, für 2014 würden 550 Stellen vom Gymnasium an die Gemeinschaftsschule umgeschichtet, ist irreführend. Das Kultusministerium muss aber dafür vorsorgen, bei einer entsprechenden Zahl von Anträgen für die Errichtung von Gemeinschaftsschulen entsprechend Lehrerstellen zur Verfügung zu haben. Dazu ist es auch nach dem Schulgesetz verpflichtet. Deshalb wird hier eine haushaltstechnische Absicherung unternommen, um die Gemeinschaftsschulen mit ausreichend Gymnasiallehrkräften ausstatten zu können. Falls notwendig, könnten im kommenden Haushalt 240 Stellen (2013) und 310 Stellen (2014) für Gymnasiallehrkräfte an Gemeinschaftsschulen übertragen werden. Falls die Stellen aber nicht benötigt werden, gewährleistet ein Haushaltsvermerk, dass sie wieder bei den Gymnasien eingesetzt werden können. Bei insgesamt rund 19.000 Lehrerstellen an Gymnasien entsprechen diese 550 Stellen knapp 3 Prozent.

Das Kultusministerium fordert den Verband gerade angesichts der schwierigen Haushaltslage zu einer sachlichen Zusammenarbeit auf.

(Presseinfo Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg)

 

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