Studierende der Universität Hohenheim entwerfen Konzepte für Agrar-App

Fünf Arbeitsgruppen, fünf Konzepte, eine App: Der Saatgutspezialist KWS SAAT AG will seine kostenlose App „KWS mobile – Agrarwissen für die Hosentasche“ weiterentwickeln. Dafür hat sich der Konzern Hilfe von Studierenden der Universität Hohenheim geholt. 19 Studierende haben deshalb am Lehrstuhl Agrarinformatik und Unternehmensführung von Prof. Dr. Reiner Doluschitz in fünf Arbeitsgruppen Vorschläge eingebracht. Besonders überzeugt hat ein elektronischer Leitfaden durch die gesamte Vegetationsperiode.

Jan Geiger, Malte Isermeyer und Thomas Wilmsmann heißen die drei Studierenden, die das Sieger-Konzept entwickelt haben. Sie studieren an der Universität Hohenheim Agrarwissenschaften im vierten Semester und wissen deshalb ganz genau, wie sich der Alltag von Landwirten vereinfachen lässt.

Sie wollen die kostenlose App „KWS mobile – Agrarwissen für die Hosentasche“ zu einem zuverlässigen Begleiter durch die gesamte Vegetationsperiode ausbauen. Von der Aussaat bis zur Ernte soll die App dem Landwirt wertvolle Tipps und Hinweise geben.

Die bisherige App hat vier Funktionen: Sie errechnet den Erlös für Silomais und Biogas, ermittelt die Bestandsdichte auf dem Feld und berechnet die Menge Saatgut, die ein Landwirt für seinen Acker benötigt. Wird alles umgesetzt was sich die Studierenden der Universität Hohenheim überlegt haben, dann könnte die App bald Funktionen bieten, die sich über das gesamte Jahr hinweg nutzen ließen.

Neue Tools erleichtern Vorsorge und schaffen Transparenz

Mit dem vorgeschlagenen Tool „KWS Praxis“ sollen Landwirte in Zukunft aktuelle Informationen über saisonal verbreitete Pflanzenkrankheiten direkt auf ihr Smartphone erhalten – und dazu auch gleich Tipps für die Vorsorge.

Nachrichten über die KWS SAAT AG sollen Smartphone-Besitzer mit dem vorgesehenen Tool „KWS Life“ bekommen. Jedoch nur auf Abruf. „Ständig ungefragt Informationen zu bekommen über Dinge, die einen eigentlich gar nicht interessieren, ist ärgerlich“, weiß Jan Geiger aus eigener Erfahrung. „Deshalb soll die geplante App Pressemitteilungen, Newsletter und Stellenausschreibungen von KWS immer nur dann anzeigen wenn der Nutzer es wünscht.“

Eine weitere Idee der Studierenden für die Weiterentwicklung der App „KWS mobile – Agrarwissen für die Hosentasche“ ist ein integrierter Barcode-Scanner. Mit ihm könnten Landwirte künftig einen auf die Saatgutsäcke aufgebrachten Code abscannen. Damit wäre es dem Kunden möglich Sorteninformationen zu erhalten oder die empfangenen Daten weiterzuverarbeiten.

Studierende werden bei der Entwicklung eingebunden

Die bisherigen vier Tools der KWS-App haben sich nach Meinung der Studierenden bewährt. Auf ein Wettervorhersage-Tool haben sie aber bewusst verzichtet: „Erstens gibt es das schon längst und zweitens sollte ein Saatgut-Hersteller eine App anbieten, die genau auf sein Produkt-Portfolio zugeschnitten ist“, begründet Wilmsmann.

Die KWS MAIS GMBH will die Ideen schnell umsetzen und dabei die Studierenden einbeziehen. „Wir helfen dem zuständigen Programmierer bei der Arbeit“, erzählt Wilmsmann.

(Universität Hohenheim)

 

 

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