Reinhold Messner trägt sich ins goldene Buch von Stuttgart ein

Eintrag ins goldene Buch der Stadt Stuttgart

Oberbürgermeister Fritz Kuhn hat den Bergsteiger und Museumsgründer Reinhold Messner im Rathaus empfangen. Messner trug sich nach einem Gespräch mit Kuhn ins Goldene Buch der Landeshauptstadt ein.
Man habe ein sehr gutes Gespräch geführt, sagte Kuhn, unter anderem über die Themen Tourismus und den Erhalt des ökologischen Gleichgewichts in den Alpen. „Für viele Stuttgarter sind die Alpen ein wichtiger Erholungsraum. Auch für dessen Erhalt kämpft Reinhold Messner“, so der OB weiter. Die Botschaft an Touristen sei, mit der Natur sorgsam umzugehen. Kuhn: „Das gilt für die Berge genauso wie für unsere Stadt.“

Stuttgart als grüne Stadt vorzeigbar

Messner, der sich als grün-liberalen bürgerlichen Denker bezeichnete, dankte Kuhn für die Einladung in Rathaus und meinte: „Ich schätze Kuhn seit vielen Jahren als Gesprächspartner.“ Er zeigte sich beeindruckt, dass Wald und Landwirtschaft in Stuttgart fast 50 Prozent der Stadtfläche ausmachen. „Dies hat kaum eine andere Stadt“, so Messner. Über seine Arbeit sagte der Bergsteiger, er wolle beitragen, „die Bergwelt als einen archaischen Erfahrungsraum zu bewahren“. Tourismus sei zwar für die Bergbewohner überlebenswichtig. Es brauche aber nicht immer neue Infrastruktur.
Der 69-jährige Südtiroler, der als erster Mensch alle Achtausender-Berge ohne Zuhilfenahme von Flaschensauerstoff bestiegen hat, gründete in seiner Heimat das „Messner Mountain Museum Firmian“ auf Schloss Sigmundskron bei Bozen sowie die vier weiteren Museen Ortles, Dolomites, Juval und Ripa. Diese zeigen jeweils verschiedene alpinistische und kulturelle Aspekte der Bergwelten. Seine Stiftung „Messner Mountain Foundation“ leistet Hilfe zur Selbsthilfe bei Bergvölkern, um ihnen in den Bereichen Landwirtschaft und Tourismus das Überleben zu sichern.

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