Erneuter Rückgang der Müllgebühren im Land

Umweltminister Franz Untersteller hat am Mittwoch in Stuttgart die jährliche Abfallbilanz Baden-Württemberg vorgestellt.

Die aktuellen Müllgebühren (2012, alle anderen Daten beziehen sich auf 2011) sind im Vergleich zum Vorjahr erneut gesunken auf jetzt unter 150 Euro (exakt 149,67 Euro) für einen durchschnittlichen Vier-Personen-Haushalt.

Das Haus- und Sperrmüllaufkommen in Baden-Württemberg ist ebenfalls erneut gesunken und liegt mit 144 Kilogramm/Einwohner beinahe auf dem historischen Tiefstand von 2008 (143 kg/Einwohner).

Umweltminister Franz Untersteller bezeichnete diese beiden wichtigen Kennzahlen als „großen Erfolg“, „damit wird die bundesweite Spitzenstellung der baden-württembergischen Abfallwirtschaft untermauert.“

Parallel zur Senkung der Durchschnittsgebühren sei die Verwertung von Abfällen im Land insgesamt gestiegen, erläuterte Untersteller: „Das zeigt erneut, dass eine national wie international als vorbildlich angesehene Abfallwirtschaft nicht gleichzeitig eine teure Abfallwirtschaft sein muss. Auf diesem Weg müssen wir in den kommenden Jahren noch weiter vorankommen und die Quote der Verwertung von Abfällen stetig erhöhen.“

Insgesamt sind 2011 in Baden-Württemberg 1,55 Millionen Tonnen Haus- und Sperrmüll angefallen, zusammen mit Bioabfällen und erfassten Wertstoffen waren es rund 3,8 Millionen Tonnen Hausabfälle.

Die Gesamtmenge der kommunalen Abfälle in den Stadt- und Landkreisen belief sich vergangenes Jahr auf 11 Millionen Tonnen. Zwei Jahrzehnte zuvor waren es noch über 30 Millionen Tonnen. Grund für diese drastische Reduzierung seien eine bessere Trennung (bei Haus- und Sperrmüll, Gewerbeabfällen, Baumassenabfällen), eine bessere Bioabfallerfassung und eine bessere Wertabschöpfung gewesen, sagte der Umweltminister.

Im Kreisvergleich liegt 2011 der ländlich geprägte Landkreis Freudenstadt mit 63 Kilogramm Haus- und Sperrmüll/Einwohner an erster Stelle. Am Ende der Tabelle steht die Stadt Mannheim mit 247 Kilogramm/Einwohner.

Untersteller verwies aber darauf, dass die Daten nicht so ohne weiteres vergleichbar seien. Die aktuellen Rahmenbedingungen des örtlichen Abfallsystems müssten jeweils berücksichtigt werden.

Ausgehend von der Abfallbilanz 2011 formulierte der Umweltminister die vorrangigen Ziele der Abfallwirtschaft für die kommenden Jahre: „Es geht um nichts weniger, als um die Neuaufstellung der Abfallwirtschaft als Ressourcenwirtschaft. Für unseren Wirtschaftsstandort, für den Klimaschutz und für weiterhin günstige Gebühren für Bürgerinnen und Bürger!“

Im Focus der nächsten Jahre stehe vor allem die energetische Nutzung von Bio- und Grünabfällen. Mit der Ausschöpfung des Potenzials in diesem Bereich, rechnete Untersteller vor, könnten zu den heute bereits gewonnenen 150 Gigawattstunden Strom aus Bio- und Grünabfällen weitere 660 Gigawattstunden kommen. Das entspreche dem Strombedarf von 190.000 Haushalten.

(Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg)

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