Staatsmedaille in Gold: Land ehrt Leiter des Deutschen Landwirtschaftsmuseums

Technikliebhaber und Bestsellerautor: Dr. Klaus Herrmann, der langjährige Leiter des Deutschen Landwirtschaftsmuseums an der Universität Hohenheim, hat die Staatsmedaille in Gold für sein Lebenswerk erhalten. Mit dieser Auszeichnung ehrt das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg Menschen, die sich in besonderer Weise um Land- und Forstwirtschaft und den ländlichen Raum verdient gemacht haben.

„Ich weiß, dass Sie Ihre Arbeit und Ihr Engagement als etwas Selbstverständliches ansehen, das keiner Würdigung bedarf. Sie müssen aber an einem Tag wie heute hinnehmen, dass alle anderen Ihren Einsatz keineswegs als normal, sondern als etwas Besonderes begreifen, das eine Auszeichnung verdient.“ Mit diesen Worten ehrte Prof. Dr. Stephan Dabbert, Rektor der Universität Hohenheim, Museumsleiter Dr. Herrmann.

Während seiner 24-jährigen Dienstzeit als Museumsleiter hat er die agrartechnische Sammlung des Deutschen Landwirtschaftsmuseums zu einer der weltweit größten erweitert und die Ausstellungsfläche beinahe vervierfacht. Für sein unermüdliches Engagement hat ihm Ministerialrat Wolfgang Arnoldt im Balkonsaal von Schloss Hohenheim die goldene Staatsmedaille verliehen.

Gleichzeitig setzt ihm der Förderverein des Deutschen Landwirtschaftsmuseums, der in diesem Jahr sein 40-jähriges Bestehen feiert, ein bronzenes Denkmal. Prof. Dr. Karlheinz Köller, erster Vorsitzender des Vereins, überreichte Dr. Herrmann eine Gedenktafel. Sie soll im Max-Eyth-Saal des Museums künftig an den verdienstvollen Leiter erinnern.

In seiner Festrede hob Carl-Albrecht Bartmer, Präsident der Deutschen Landwirtschafs-Gesellschaft, die Bedeutung des Deutschen Landwirtschaftsmuseums hervor. Die Agrartechnik stehe angesichts der wachsenden Weltbevölkerung vor großen Herausforderungen. Die Vergangenheit dürfe dabei aber nicht verklärt werden, warnte er.

Rund 26.000 Besucher lockt das Museum pro Jahr an

Dr. Klaus Herrmann studierte Wirtschaftswissenschaften an der Universität zu Köln und wechselte 1977 an die Universität Hohenheim. Dort promovierte er 1979 am Lehrstuhl für Wirtschafts- und Sozialgeschichte mit Agrargeschichte von Prof. Dr. Harald Winkel zum Thema „Thurn und Taxis-Post und die Eisenbahnen“.

Ab 1982 leitete Dr. Herrmann das Archiv der Universität Hohenheim. Über die Wirtschaftsgeschichte fand er den Weg zur Technikgeschichte. Deshalb wechselte er 1988 in die Leitung des Deutschen Landwirtschaftsmuseums, das damals rund 1.600 Quadratmeter Ausstellungsfläche besaß. In den folgenden Jahren erweiterte er das Museum nach und nach um weitere Hallen: 1994 entstand der Erweiterungsbau in der Filderhauptstraße. 1997 kamen die 1.600 Quadratmeter große Motorisierungs-halle und 2004 die Erntetechnikhalle hinzu.

Heute beherbergt das Deutsche Landwirtschaftsmuseum auf 5.700 Quadratmetern Ausstellungsfläche eine der weltweit größten agrartechnischen Sammlungen, die Jahr für Jahr rund 26.000 Besucher anzieht.

(Universität Hohenheim, Foto: Ministerialrat Wolfgang Arnoldt (r.) überreicht Dr. Klaus Herrmann die goldene Staatsmedaille (c) Universität Hohenheim)

 

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